Treffpunkt Kloster-Leben
30 Orden mit über 40 Treffpunkten in ganz Oberösterreich
ab 13. Juni 2012
"Treffpunkt Kloster-Leben" – unter diesem Motto zeigt das Schlossmuseum Linz
eine umfangreiche Schau über Klöster und Orden in Oberösterreich. Sie bildet
gleichsam eine Einführung ins Thema bzw. die Relaisstation zu den
Treffpunkt-Vitrinen der Außenstellen. Die Klosterlandschaft unterliegt einem
ständigen Wandel und folgt dem kirchlichen Grundsatz, dass sich die Kirche
immer wieder reformieren müsse (Ecclesia semper reformanda). Diese
Ausstellung lotet das Spannungsfeld zwischen verbindlichen Traditionen bzw.
Regeln und den Herausforderungen unseres Alltags aus.
Der Bogen spannt sich vom ältesten bestehenden Kloster des Landes, dem 777
gegründeten Benediktinerstift Kremsmünster, bis hin zu der erst 1990 im
südindischen Mangalore gegründeten Kongregation der Helpers of Mount Rosary
(HMR), die seit 1990 durch Ordensschwestern ebenfalls in der Diözese Linz
vertreten ist.
Die Ordensangehörigen sind landesweit im religiösen Auftrag unterwegs – ob nun in
den Stiftspfarren, in der Erziehung und Ausbildung, in der Kranken- und
Altenpflege, in der Mission sowie in handwerklichen Metiers. Zudem folgen
viele diesem Auftrag aber auch in der Klausur durch das Gebetsapostolat. Mit
dem Diakoniewerk (Diakonissen) wird die Klosteridee auch im ökumenischen
Zusammenhang vorgestellt. Damit wird ein Überblick über rund 1300 Jahre
Klosterleben in Oberösterreich geboten, der über weite Strecken auch
Eckpunkte der Landesgeschichte berührt. Durch die Gegenüberstellung von
aktiven und kontemplativen Orden sowie bestehender und aufgelassener Klöster
wird die oberösterreichische Klosterlandschaft erstmals als Gesamtthema
vorgestellt. Ohne Kritik auszublenden, versteht sich die Schau als
landeskundliche Bestandsaufnahme und als Ausblick in die möglichen
Herausforderungen von morgen.